Gartenpost Jänner


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Elfenblume

Das Wunderbare am Gärtnern: Hände im Dreck, Kopf in der Sonne, Herz bei der Natur. Einen Garten zu pflegen heißt nicht nur den Körper nähren, sondern die Seele.

Alfred Austin

Liebe Gartenfreunde,

ausnahmsweise mal wieder ein "anständiger" Winter. Als -24°C angesagt waren, ist uns ehrlicherweise anders geworden, aber es waren dann doch nur -15°C. Jetzt ein paar warme Tage und die Schneeglöckchen und Krokusse schieben schon an. In den Gewächshäusern konnten wir beim Algen fischen die ersten Molche entdecken. Der Frühling kann kommen!

(Nicht) Alles Neu

Wie manche schon mitbekommen haben, haben wir letztes Jahr unseren Betrieb geteilt. Die Mühle hat endlich den Namen erhalten, mit dem wir schon seit längerem liebäugeln: Lilienmühle. Und das ist auch der neue Name für die Gärtnerei (d.h. Pflanzen-Produktion und -Verkauf), die jetzt ein eigenständiger Betrieb ist und von Barbara geführt wird.

Die Gartengestaltung bleibt weiterhin bei Claudia, und natürlich arbeiten wir weiterhin zusammen und sind am selben Standort zu finden.
Organisatorisch soll es letztendlich einiges erleichtern, aber die Umstellung ist ein Prozess, der immer noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Privat hat sich auch etwas entwickelt, da haben sich zwei Gärtner gefunden. Barbara hat einen neuen Partner, Máté, und so ergab sich seit dem letzten Jahr eine enge Zusammenarbeit mit Turquoise Turtle Plants - das bedeutet wir werden in Zukunft noch mehr Trockenspezialisten anbieten.

Schneeglöckchen

noch sind sie nicht so weit, aber wir können es kaum erwarten!

Spannendes von Seminaren

Wir haben wieder einiges vom Gehölztag und den Staudentagen in Langenlois mitgenommen. Es ist eine Art Klassentreffen, bei dem wir mit lauter Pflanzen-affinen lieben Menschen zusammenkommen und uns drei Tage lang über Stauden, Pflanzen und Natur austauschen.

Einer der interessantesten Vorträge war von Jürgen Bouillon von der Hochschule Osnabrück über Gehölze für die übernächste Generation. Denn ein Baum ist erst ein stattlicher Baum, wenn er an die 50 Jahre alt ist. Das sich verändernde Klima ist aber schon jetzt und sehr wahrscheinlich mehr noch in 50 Jahren für viele unserer heimischen Bäume nicht ertragbar. Besonders unsere heimischen Ahorne und Eichen leiden zunehmend unter der Hitze und Trockenheit und sind für Städte (die noch wärmer sind als das Umland) leider nicht mehr sinnvoll zu pflanzen. Im Gegensatz zu Eichen aus südlicheren Ländern wie der Kork- und der Flaumeiche, die damit bestens umgehen können.

Den Voraussagen nach werden unsere Buchenwälder nach oben (in die kühleren Berge) wandern und durch andere, wintergrünere Vegetation ersetzt werden. Besonders anschaulich waren dazu Zahlen zur natürlichen Wanderung von Pflanzen - das tun sie schließlich schon seit Jahrmillionen wenn das Klima sich verändert. Bäume können je nach Art zwischen 18 und 450m im Jahr wandern. Allerdings hat sich das Klima noch nie so rasant verändert wie heute, wo eine Wanderung von 7,5km pro Jahr notwendig wäre. Daher also Herr Bouillons Empfehlung, heute schon Bäume zu pflanzen, die in 50 Jahren gesund dastehen können, damit wir auch dann noch schöne Bäume und grüne Wälder haben.
Empfohlene Arten sind u.a. Ungarische, Persiche und Macedonische Eiche, Zelkove, Amberbaum, Französischer Ahorn, Chinesische Ulme, Perückenstrauch uvm!

Amberbaum

beginnende Herbstfärbung am Amberbaum

In einem anderen Vortrag wurde das "Jena Experiment" erwähnt, ein Biodiversitäts-Experiment, das 2002 begann. Dabei wurden Flächen neu angelegt mit jeweils unterschiedlich vielen Arten, dh eine einzige Art, 2, 3, 6, usw. Herausgekommen ist dabei, nicht überraschend, je mehr Arten in einer Fläche sind, desto stabiler funktioniert sie, desto weniger "Unkraut" kommt auf, desto gesünder sind die Pflanzen, desto mehr Kohlenstoff wird gespeichert usw.
Es ist also nicht nur förderlich für die vielen verschiedenen Tiere sondern auch für die Pflanzen selbst, wenn wir eine Vielfalt statt Monokultur pflanzen.

Aktuelles

Wir sind noch dabei, den Onlineshop zu aktualisieren. Es sind noch nicht alle Lagerstände und Lieferzeiten korrekt, aber wir arbeiten dran.
Stöbere gern trotzdem, wenn's dich auch schon in den Fingern juckt! Samen versenden wir auch jetzt schon, mit dem Pflanzenversand beginnen wir voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März.
Wer mit Lotosblumen liebäugelt - jetzt ist die Gelegenheit, Rhizome zu bestellen, die wir ab Ende März / Anfang April versenden.

Lotosblume

Die 'Grüne Maid' hat ein Farbspiel von rosa und weiß, eine sehr hübsche mittelgroße Lotosblume.

Save the Date!

Die Seerosentage finden dieses Jahr von 19. bis 21. Juni statt. Neue und treue Aussteller:innen sind wieder mit dabei, nähere Infos im Laufe des Frühlings!

Andere Frühlings-Termine:
Frühlingserwachen: Ende Februar / Anfang März, je nach Witterung - Termin wird noch bekannt gegeben.

ab 5. März: die Gärtnerei ist jeden Donnerstag und Freitag von 10-17 Uhr geöffnet. Dieses Jahr auch am 1. Mai.

Infotage Frühling: jeweils Samstag 21. März, 11. April, 16. Mai

Raritätenbörse in Wien: 17. - 19. April
Pflanzenmarkt Museumsdorf Niedersulz: 25. April
Gartengenusstage Wolkersdorf: 26. April

Wir freuen uns auf euch!

Liebe Grüße,
Claudia & Barbara Tögel
und das Team

Winterwald

Termine

9.2. ÖGG Vortrag " Zwischen Mooren, Seen und Wäldern" über Botanisches in Schweden von Markus Hofbauer
12.2. Acanthus Vortrag "Claude Monet und das Geheimnis der Seerosen" von Sabine Maier; 18 Uhr, im Restaurant Futterboden, Anmeldung erbeten
21.2. Arche Noah Saatgut-Festival in der VHS Meidling, Wien
25.2.-1.3. Internationale Orchideenschau in den Blumengärten Hirschstetten

Impressum

Lilienmühle Vielfaltsgärtnerei
Gartenstraße 13
2184 Hauskirchen
+43 (0) 664 / 91 77 511
gaertnerei@lilienmuehle.at
www.lilienmuehle.at

claudia tögel - GÄRTEN & TEICHE
Gartenstraße 13
2184 Hauskirchen
+43 (0) 25 33 / 71 055
office@garten-toegel.at
www.garten-toegel.at

Urheberrecht 2025 claudia tögel - GÄRTEN & TEICHE

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